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Mein Donnerstag

Es gibt Tage, an denen sich drei Mittagsschläfchen ausgehen. An manchen zwei, meistens eins. Aber am Donnerstag war ein vielfältiges Programm ohne Pause. Typisch für eine schöne Mischung, wie sie mir gefällt, insgesamt aber zu lange.

  1. Schwimmen gehen mit den Volksschulkindern
  2. Interview in Laxenburg (Filmarchiv) – “Wie kommen die Kratzer aus den alten Filmen?
  3. Besprechung zum Thema “Ein ‘Haus der Verantwortung’ in Braunau?”
  4. Eine Schularbeit für das Abendgymnasium vorbereiten und durchführen
  5. Rhetorik Workshop: Gandhi – gewaltfreier Widerstand, Analyse: Kommunikation und Verantwortung
Matura und das Ende vom Anfang der Zusammenarbeit

Matura und das Ende vom Anfang der Zusammenarbeit

Die kommende Maturaform in Österreich ist wichtig, weil dadurch Lehrer notwendigerweise zusammenarbeiten. Auch Schüler arbeiten in ihrem Lernen im Rahmen ihrer Vorbereitung zusammen. Während der Prüfung aber werden alle Netze gekappt, und das hat Konsequenzen auch auf die Zeit davor. Ein Rückschritt ist abzusehen.

Die neue Mathematikmatura erfordert auch den Einsatz von Technologie. Früher waren das “Taschenrechner”, heute muss dieser Rechner auch Gleichungen lösen können und grafische Darstellungen ermöglichen. Das Interessante ist, dass die iPhones / Smartphones / iPads / Tablets der Leute das alles können – mit Apps, Browser oder Programmen. Nur: diese Geräte wird man nicht bei der Matura einsetzen können, da sie Netzwerkverbindung haben.

Jetzt wetzen die Hersteller der programmierbaren Taschenrechner schon in den Startlöchern – 80 Euro wenn es gut geht, müssen die Eltern zahlen, damit man die Matura bestehen wirklich auch das letzte Detail einiger weniger Beispiele rechnen kann, sollte die Schule nicht irgendeine andere Lösung finden. Die Schüler dürfen mit der “gewohnten Technologie” arbeiten – aber die ist eben heute grundsätzlich vernetzt.

Das Hauptproblem ist also, dass man den Schülern in den Jahren vor der Prüfung lernt, vernetzt zu arbeiten, mit allen Mitteln, zum Beispiel: Geogebra, Wolfram Alpha, und dann schraubt man von diesem wunderbaren Fahrzeug bei der Matura die Räder ab, – schaltet das Netz aus – nur weil die Prüfungsform diese Arbeitsweise nicht zulässt.

Daher verzichten Schulen (update: möglicherweise) schon im Unterricht vorher darauf und lassen irgendwelche Rechner kaufen, die außerhalb des Matheunterrichts und der Prüfung so gar keinen Nutzen haben. Das ist wäre jammerschade.

Aber es gibt Alternativen. Geogebra Prüfungssticks zum Beispiel. Steckt man in den Laptop, dann ist das Netz weg, aber die gewohnte Anwendung noch da. Zwei Räder sind also noch am Fahrzeug – oder, ein anderes Bild, man fährt auf der Felge. Und selbst bei dieser Lösung müssen sich Schulen gut informieren, vielleicht sind nicht für alle Schüler Laptops vorhanden, und es könnte sein, dass Schulen überschnell aus Bequemlichkeit die programmierbaren Taschenrechner kaufen lassen.

Bring your own device“. Jeder soll mit seinem Gerät arbeiten können, so wie es heute üblicherweise gemacht wird. Das wird derzeit vom Bildungssystem nicht reflektiert. Es wird sich die Maturaprüfung selbst ändern müssen – sie ist nicht mehr zeitgemäß, und an dieser Fragestellung sieht man das ganz deutlich.

Update 14.03.2014: An der Lösung dieses Problems – der Interpretation der Gesetzeslage, die “gewohnte Technologie” gestattet, wird gearbeitet. Bis dahin werden wohl auch die Schulen ihre Interpretationen formulieren.

Link: BIFIE – Standardisierte schriftliche Reifeprüfung Mathematik

Vom Zahnarzt und dem Werkdrachen

Ich liebe meinen Zahnarzt. Er ist immer wieder für Überraschungen gut. Vor kurzem hat er mich zur Abwechslung mit Lachgas betäubt. Es ging um eine Füllung, die getauscht werden sollte, eigentlich eine harmlose Sache, und da war dieser neue Apparat im Behandlungszimmer. Sieht aus wie eine Eismaschine für das Eis in der Tüte zum Herunterlassen. Nichts Ungewöhnliches, etwas Neues bei meinem Zahnarzt zu finden, Neues interessiert ihn furchtbar, aber meist sind es kleine Dinge: eine sich drehende Spritze die die Zahnwurzel anbohrt für die gezielte Betäubung der schmerzleitenden Nerven, eine Minikamera, die ein Computerbild erstellt, in dem eine beginnende Karies markiert wird; selbst über seine Weltsicht hat er immer wieder neue und überraschende Erkenntnisse bereit.

Aber vorige Woche war es dieser Apparat. Lachgas. In Amerika schon gang und gäbe, da lässt sich schon jeder betäuben damit, völlig ungefährlich, es verkürzt die Zeitwahrnehmung und nimmt die Angst. Ob ich es probieren will, hat er gefragt, er möchte Erfahrungen sammeln im praktischen Einsatz. Na klar, warum nicht. Schnorchel aufsetzen, erst Sauerstoff, dann Lachgas. Nahm die Angst bis auf eine kleine Panik, die aufzog, als der Behandlungsstuhl nach hinten gelegt wurde. Die war aber schnell weg, die Füllung wurde gewechselt, und dort, wo man sonst den Zahn spürt, an dem herumgerüttelt wird, war während der Behandlung so ein großes Nichts, einfach nichts da. Die Zeitwahrnehmung war auch wirklich verkürzt, und als das Lachgas den Körper verließ, war alles so wie vorher und der Trip war vorbei.

Mein Zahnarzt ist immer für Überraschungen gut, das mit der Panik, die aufzog, als ich nach hinten gelegt wurde, das hatte er auch, sagte er, als er es ausprobiert hat, und die Assistentin, sagte, bei ihr war das auch – und wir lachten über unsere Panik, die wir hatten, beim Einsatz von Lachgas beim ersten Mal, die wir einander erst nachher erzählt haben. Wenn ich mich erst daran gewöhnt habe, ist das weg, dann kostet so ein Lachgaseinsatz allerdings auch 90 Euro.

Für Menschen, die echte und tiefe Angst vor Zahnbehandlungen haben, ist das sicher das Geld wert, aber ehrlich, ich habe es lieber, wenn mir mein Zahnarzt eine vernünftige Betäubung mit seiner drehenden Bohrspritze verpasst, und mir dann, während sie wirkt, von seinen Pferden erzählt, vom neuen Fahrrad, von seiner Sicht der Welt. Das habe ich gerne, das nimmt mir die Angst, weil er da ist, weil ich da bin, und nicht weg, per Lachgas in der Wahrnehmung tiefer gelegt. Angst kann ich durch Kontakt viel besser überwinden, und so ein Kontakt, der kostet nichts.

Angst hat auch mein Sohn oft am Freitag, da gibt es Werkunterricht in der Schule, und der “Werkdrache” macht Stress, der Werklehrer, weil immer soll alles schon fertig sein, genauer, sauberer, und überhaupt. Lachgas ist jetzt keine Option für meinen Sohn, er hat eine andere Methode, er hat mich eingebucht als Papa-der-in-die Schule-kommt-und-einen-Workshop-leitet. Ich soll an einem Vormittag den Kindern Origami beibringen. – Eine schöne Idee. Allein, Origami konnte ich bis dahin so gut wie Ikebana, die Kunst des Blumenbindens – nämlich gar nicht. Das heißt: einlesen, üben, und ab zu einer Besprechung mit dem Werkdrachen, mit dem ich diesen Workshop halten sollte. Freitag Früh beim Frühstück aber die fatale Frage von meinem Sohn: “Was ist, wenn der Werkdrache dich fragt, was du schon falten kannst?”

Wir gingen also beide mit mulmigem Gefühl zur Schule. Und tatsächlich, der Werklehrer fragte mich, was ich schon falten kann. „Kraniche”, war meine Antwort, denn ich war vorbereitet, ich hatte geübt am Wochenende zuvor. 10 Stück. Er lachte, freute sich über diesen Papa-Beitrag, und bekam damit auch gleich ein freundliches Gesicht.

Wer 1000 Kraniche in seinem Leben gefaltet hat, darf sich etwas wünschen, sagt eine japanische Legende. Ich wünsche mir, dass die Angst klein bleibt, beim Zahnarzt und in der Schule, und dass es immer Menschen gibt, mit denen man sie teilen kann.

Ö1 Moment Leben Heute, Randnotizen, 10. März 2014, Lothar Bodingbauer

Podcast Entwicklung

Lob und Tadel und die Physikalische Soiree laufen in die richtige Richtung, Atmos der Welt ist komisch, weil Geräusche nur mit Emotionen interessant sind, und die fehlen dort. Apostrophe ist gut, wenn es mal längere Gespräche für Radiobeiträge gibt, die zu schade sind, im Archiv zu verstecken.

Vom Reden her – die Gespräche, gibt es gerade noch drei problematische Punkte:

  1. Einige konkrete Fragen klingen immer noch vom Tonfall her naiv – das ist irgendwas psychologisch-therapeutisches, was man sich anschauen müsste.
  2. Lachen nach eigenen Witzen geht – nach wie vor – gar nicht. Das ist was theatralisches, sollte kein Problem sein.
  3. Wortendungen sind wichtig. Hochdeutsch idealerweise auch. Das ist was grundsätzliches – wie spricht man mit Menschen, mit denen man sich privat und sonst im Dialekt unterhält.

Vier gute Punkte:

  1. Speed ist OK. Rote Linie wird immer besser, Anerkennung auch.
  2. Anzahl an eigenes “Ahhs” ist gering, immer wieder gute eigene Erzählstrecken, die neue Inhalte sind, und nicht nur alte Probleme dem aktuellen Gesprächspartner hingeworfen. Mund halten nach einer Frage, und nicht weiterfaseln, geht auch oft sehr gut.
  3. Inhalt ist OK, dichte und entspannte Phasen sind Teil des Konzepts.
  4. Auswahl der Gesprächspartner passt gut.

Zaun

zaun

Letztes Jahr sind viele Meter Zaun im Wiener Benyapark dazugekommen. Wer weiß, wofür sie gut sind. Es ist nicht einmal klar, ob jemand draußen, oder drinnen gehalten werden soll.

Flickr oder nicht

summer_03 by LoBodingbauer
summer_03, a photo by LoBodingbauer on Flickr.

Mhm. Ist Flickr sinnvoll? Hier ist mein Sommerbild. Eingebunden per embed Code, der von Flickr kommt. Das Bild liegt also nicht auf meinem Server, sondern dort. Hochgeladen ist es relativ einfach, aber es dauert dann doch ein paar Klicks, bis man zum embed Code kommt – zusätzlich ist das Bild weg, und solange es Flickr gibt, ist das OK, aber ab dann? Mhm. Flickr eher nicht, obwohl’s schön daher kommt, und sozial verbunden ist, das was man dort tut.

Erfahrungen mit dem Yellowtec iXm Mikrofon

83fb22e1ceEinige Besuchern kommen auf diesen Blog über die Suchfunktion nach  einem Mikrofon vorbei kommen, das auf Speicherkarte aufnimmt. Da ich seit 2012 so eines verwende, und meine Erfahrungen auch hier aufschreibe, noch ein paar Details, die ich gerade jetzt auch wieder per e-Mail an einen Interessenten verschickt habe.

Heißestes Ding auf Erden. iXm Yellowtec Mikrofon mit Beyerdynamic Niere, rund 1200 EUR: Mit diesem Mikrofon kann man im Botanischen Garten und auch auf einer Verkehrsinsel Interviews mit automatischer Aussteuerung machen. Kein Lärm, kein Pumpen. Kein Kümmern. Wunderbare Arbeit der Yellowtec-Ingenieure. Als freiberuflicher Reporter ist es nun mein einziges Gerät für Interviews. Immer geladen. Immer dabei. Das Yellowtec iXs hat mein gesamtes Audioequipment abgelöst. Mit der Beyerdynamic Kapsel geht es eine hervorragende Verbindung ein. Samtige Aufnahmen. Freude beim Hören. Freude beim Sender.

(mehr …)

Achim hat ein Problem. “Du kannst mich durch e-mail.”

Da wollen wir ihm gerne helfen.

Hallo
lch hoffe du hast dies schnell erhalten, ich bin nach Bradford, UK verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Ich habe schon kontakt mit meiner Bank aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich wollte dich fragen ob du mir ein bisschen Geld so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen. Das Geld durch Western Union ist die beste möglichkeit. Lass mich wissen wenn du angaben zur meiner person brauchst (Name, Vorname …) mich das Geld schicken zu können. Du kannst mich durch e-mail.
Ich warte auf deine Antwort,

Vielen Dank und herzliche Grüße

Achim Wenk

Ja! Natürlich. Freundliche didaktische Konzepte für freilaufende, glückliche Schüler

Illustration: Michael Kiffmann

Illustration: Michael Kiffmann

Das “freundliche didaktische Konzept” ist eine Marke wie “Ja! Natürlich.” Es besteht aus fünf Eckpunkten, die die Idee mit je 20% stützen.

Diese Eckpunkte sind einerseits Merkmale wie die Auszeichnung von Nährwerten oder die Darstellung von ansprechenden Serviervorschlägen, andererseits auch die Vollständigkeit einer Dokumentation der Produktions- und Kühlkette sowie garantierte Schadstofffreiheit durch zertifizierte Biobetriebe.

Ziel ist, nicht einfach nur zu tun, wie man glaubt, sondern vorher den Rahmen zu überlegen, in dem man es tut. Im eigenen Unterricht, in der Fachgruppe, als Schule. Das Folgende könnte man als Checkliste verstehen. Ein “Serviervorschlag”.

1) Inhalt. Was wird unterrichtet. Beinhaltet auch die Zugänglichkeit des Inhalts, Schulübung, Hausübung, Quellen für Inhalte, Abwechslung, Antilangeweile, Sprache, Verständlichkeit.

2) Form. Wie wird es unterrichtet und geprüft. Methoden und Methodenwechsel, die aus den Überthemen “Kompetenzorientierung”, “Kommunikation”, “Kreativität”, “Problemelösen”, und “Wissen und Fertigkeiten selbst konstruieren” folgen.

3) Relevanz. Macht es Sinn, zur Schule zu gehen. Nicht die Bewertung der Leistung soll im Mittelpunkt stehen, sondern die Produktion von verwendbaren Ergebnissen. Verwendbar bedeutet: für andere verwendbar, für sich selbst, für die Schule. Motivation gehört auch hierher. Sie folgt aus der Relevanz.

4) Verantwortung. Weiß jeder, was zu tun ist. Moderne Lernformen brauchen klare Strukturen und Erwartungen, die in schlanker und freundlicher Sprache vorher leicht kommunizier- und verhandelbar sein müssen. Kann sich der Lehrer immer mehr auf seine Kernkompetenzen “Zusammenhänge herstellen, Lernwege planen, Kompliziertes erklären” besinnen. Problemlösungsprozeduren sind einzuplanen und ebenfalls zu kommunizieren. Verantwortung muss gelernt werden, auch das ist im Konzept.

5) Sozialer Spannungsbogen. Kann das didaktische Konzept Selbstbewußtsein und das Bewußtsein der Selbstwirksamkeit fördern. In welcher Gruppengrößen findet Lernen statt. Variationen von “alleine” bis “alle gemeinsam”. Das hilft Schülerinnen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Stärken und Schwächen bilden einen förderungsklimatisch günstigen Spannungsbogen, bei der Sprache und eigenes Forschen wichtige Elemente sind.

Lothar Bodingbauer koordiniert Mathematik am Abendgymnasium Wien und veranstaltet dort auch Workshops zu Ja! Natürlichwissenschaftlichen Themen.

Link 1: 20 schöne Metakompetenzen für die Schule
Link 2: Man muss auch die positiven Dinge bemerken: Flow in der Musik
Link 3: Pädagogisches Konzept der Freien Evangelischen Schule Zürich

Vierkanthöfe im Mostviertel – Director’s cut

Bildschirmfoto 2014-01-14 um 11.54.16Vierkanthöfe sind im Mostviertel zu finden, “diese Häuser hat der Most gebaut”.

Für eine Radiosendung über Höfe und ihre Menschen war ich im Mostviertel und habe mit Besitzern und Betreibern, mit Heimat- und Regionalforschern gesprochen.

Der Beitrag darüber wird am 21. Jänner 2014 auf Österreich 1 (Moment Leben Heute, 14:40 Uhr) ausgestrahlt.

Die Gespräche, die zu diese Sendung geführt haben, sind aber so interessant und vielfältig, dass ich sie hier als Gesamtes vorstelle.

Ich spreche mit dem “Moar in der Hilm”, St Valentin, Robert Schafelner; Christiane Pfaffenlehner in St. Valentin, Karl Wagner vlg. “Wastlbauer” in Strengberg, seiner Mutter, dem Heimatforscher Heimo Cerny und dem Regionalforscher Martin Heintel.

 

Imkerei im Stadtgebiet – Dezember 2013

Imkerei im Stadtgebiet – Dezember 2013

Zweiter Monat.

Die Informationsbeschaffung läuft. Einerseits durch Kontaktaufnahme mit richtigen Menschen, andererseits durch das Lesen von aktuellen Zeitungsartikeln über Stadtimkerei, dann durch Erfahrungsberichte im Internet, Kennenlernen von Websiten mit Imkereibedarf.

Ganz wichtig: Youtube als Kanal für Videos über Imkerei und die Bücher in der Familienbibliothek, da innerhalb der Familie am Land auch schon Imkerei betrieben wurde. Update: Twitter ist auch eine Idee.

Das brachte die Kontaktaufnahme mit Menschen:

  1. Grundbesitzer: Er wird die Möglichkeit kostenlos bereitstellen, Bienenvölker aufzustellen. Er braucht dazu den Nachweis einer Haftpflichversicherung – die es über die Mitgliedschaft beim Imkerbund automatisch gibt – und den rechtlichen Nachweis, dass es entweder keine Genehmigung braucht, Bienenvölker am geplanten Standort aufzustellen, oder dass es rechtlich erlaubt ist, das zu tun. Beides findet man leicht im “Gesetz über die Haltung und die Zucht von Bienen” – ein Landesgesetz, hier für Wien. Man sieht schon sehr deutlich, dass der Haltung hier wenig entgegensteht.
  2. Imker in Niederösterreich: Er erzählt über Bienenhaltung allgemein und schickt ein Exemplar der Monatszeitschrift für Imker vorbei, die einen Überblick gibt, was so die Themen sind, die Imker beschäftigen: Monatsablauf – was ist zu tun, Krankheiten, Politik, Verkauf.
  3. Imkerbund Österreich – es gibt eine Landesverband für Bienenzucht in Wien, hier findet man Kurse, Vereinsabende – es gibt verschiedene Gruppen im Stadtgebiet, da muss man sich eine aussuchen, um dort vorbeizuschauen. Dort wird auch aktiv Jungimkerei gefördert. Mal sehen, wie sich das zeitlich ausgeht. Immer wieder wird von allen Seiten betont, dass ein “Imkervater” wichtig ist, der immer wieder mal vorbeischaut, und den man Fragen stellen kann.
  4. Die Anfrage „gibt es Imker hier?“ bei Twitter brachte zwei freundliche Kontaktaufnahmen – eine aus Wien, und eine aus Schleswig Holstein. Here we go.

Diese Zeitungsartikel über Bienen in Wien sind interessant:

  1. Sterben wie die Bienen (Die Presse)
  2. Honig für unser Land (Die Presse)
  3. Bienensterben – Imker legen sich mit den Landwirten an (Die Presse)
  4. Imkerschule – die Invasion der Bienenzüchter (Die Presse)
  5. Insektizide – Nervengift liegt in der Luft (Die Presse)
  6. Bienen auf der Secession (Der Standard)
  7. Bienen auf der Wiener Oper (Der Standard)
  8. Wiener Bienen und Honig (wien.info)

Gute Youtube Videos:

  1. BeeTV84 filmt und dokumentiert seinen Einstieg. Sehr entspannt und gleichzeitig fokussiert, und sehr am Ball. Spannend dazu sind auch die Kommentare. Link zur ersten Folge, die weiteren findet man dort.
  2. Einen Bienenschwarm einfangen
  3. Eine Zarge zusammenbauen

Gelesene Bücher:

  1. Ertragreich imkern. Franz Lampeitl. Verlag Eugen Ulmer, 1987. Killerbuch. Richtet sich an das äußere Ende der Amateurimker an der Grenze zur Berufsimkerei. Gute Informationen auch über Grundlagen, turnt aber eher ab, wenn man kein Haus mit Gewerbehütte hat, wo man die Imkerei betreiben kann. Also eine Nummer zu groß, aber die Informationen sind gut.
  2. Der Wochenend-Imker. Karl Weiß. Ehrenwirth Verlag München, 1980. Perfekte Schuhgröße. Alle Infos kompetent aus erster Hand, gute Grafiken, was man tun muss, wenn bestimmte Situationen eintreten. Auf dieses Buch wird man zurückgreifen können, wenn es soweit ist.
  3. Ratschläge für den Bienenfreund. Claus Zeiler. Neumann Verlag,1992. Geht mit seinen 304 Ratschlägen schon in Richtung “Großer Katechismus”, ist aber sicher praktischer als dieser.

Ein paar wichtige Begriffe scheint es zu geben: Weisel, Beute, Zander, Zarge, Reizfütterung, Drohne, Schwärmen, Milbe, Pollen, Nektar, Ableger, Tracht, und ja, natürlich Schleudern und Honig.

Kursangebot in der Umgebung:

  1. Wiener Imker - Kurse aber eher ausgebucht
  2. Landwirtschaftsschule Warth – mit Kursen etwa auch in Mistelbach
  3. Polycollege Wien

Es sieht mal so aus, als ob man das lernen könnte. Weiter geht es mit Büchern und Kursen und die Kontaktaufnahme zu den lokalen Imkern. Ein Volk bringt 2 bis 14 Stunden Arbeit im Jahr und keinen bis 40 kg Honig. Ob drei oder zehn Völker macht angeblich arbeitsmäßig nicht den großen Unterschied. Nett scheint es bis auf Rückschläge, die es scheinbar auch gibt, zu sein. Zumindest einmal erlernbar.

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