Logisch

Das richtige Weltbild ist von dem, der seines am schlüssigsten erklärt.

Weisheit kommt nicht automatisch

Weisheit ist, sagt Gerd Scobel im SWR2-Aula Gespräch mit Rolph Caspari, …

Kontextualisierung
Nachhaltigkeit
Abgrenzung zum Nichtwissen
Werterelativismus
Emotionswahrnehmung
Unterschied linearer und komplexer Systeme
Positionswechsel

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Podcast Tipps vom Wochenende

Im Philosophischen Radio. Mit Jürgen Wiedicke und Sibylle Lewitscharoff über Hans Blumenberg. Bemerkenswert. Logisch. Link zur Sendung
Diskussion zu möglichen Wechselwirkungen von Politik und Medien. Im Deutschlandfunk. Mit Andreas Stopp und Gästen: Peter Quay, Christoph Heinemann und Hans Leyendecker. Erhellend. Spannend. Link zur Sendung
Eher eine härtere Sendung: Depression, Selbstmord und die nicht erneuerte Schrotflintenlizenz. BBC Radio 4 Sendung iPM (Share what you know) vom 14. Jänner 2012. Link zur Sendung

Vom Reden hören und lesen

Wer sich für Rhetorik interessiert und einem Gespräch zuhören will, in dem einige prächtige Tricks verraten werden, dem möchte ich die neueste Ausgabe des CRE Podcasts empfehlen: Rhetorik. Diese Sendung ist insbesondere auch für Lehrer/innen interessant, geht es auch darin um das Können, Spannung aufzubauen und seine Argumente nicht sinnlos im Mittelteil zu verheizen. Link zur Sendung: CRE Ausgabe 190

Der zweite Tipp wird besonders für Englisch-Lehrerinnen interessant sein. Der Sprachwissenschaftler David Crystal schreibt über die “verschluckten letzten Worte”, in seinem Blogeintrag über Elocution – engl: die Sprechtechnik. Er meint darin, dass sehr oft die zu hohe Sprechgeschwindigkeit auf Unverständnis stoßen lässt.

Mathematik wird anders

Mathematik ist in Österreich nach wie vor eines der “schärfsten” Fächer in der Schule. Inhaltlich gibt es anspruchsvolle Themen, nicht alle haben Freude damit, und der Erfolg hängt neben der eigenen Anstrengung im besonderen Maße davon ab, wie gut die Lehrer/innen dieses Fach unterrichten. Jahrelang hat sich wenig daran geändert, doch spätestens mit der beginnenden Zentralmatura wird es spannend. Die Kompetenzen rücken in den Mittelpunkt: vom bloßen Vorrechnen kehrt man ab und wendet sich dem Reden und Reflektieren zu, über das Thema, über die Methoden, und über die Zusammenhänge.

Lothar Bodingbauer koordiniert Mathematik am Abendgymnasium Wien. Er beschreibt im folgenden Überblick die Neuerungen, die im Mathematikunterricht erwartet werden.

Das wichtigste ist die Auftrennung von Grundkompetenzen und Erweiterungskönnen. Wie im Eislauf – die Pflicht, und dann die Kür. Wir erwarten von den Studierenden, dass sie die grundsätzlichen Rechnungsarten und mathematischen Konzepte fehlerfrei beherrschen. Das sind die einfachen Beispiele, die einfachen Zusammenhänge, das was man als Handwerkszeug braucht. Vereinfacht gesagt – das ergibt im idealen Fall ein Befriedigend. Ohne Diskussion.

Darauf aufbauend können Lehrer/innen und Schüler/innen gestalten. Je nach Interesse, Können und Schwerpunktsetzung kann gelehrt, gelernt und geprüft werden. Hier ist Platz für das Spannende, das Eigenartige, das fein Ausgearbeitete, das Spezielle. Der Raum für Gut und Sehr gut.

Lehrer/innen sind gefordert, die Beispiele besser zu indizieren: um welche Inhalte geht es, und welche Kompetenzen können damit abgedeckt werden. Und Schüler/innen sind gefordert, besser zu beschreiben, was sie tun. Dieser kommunikative Aspekt des Lernen und des Tuns rückt überall in den Mittelpunkt. Wissenschafter bestätigen übrigens, wie wichtig das in ihrem Betrieb ist. Die Lehrpläne der Mathematik und Naturwissenschaften nehmen das auf: Schüler/innen sollen mit Experten und Interessierten über das sprechen, was sie rechnen und entwickeln.

Rechenfehler treten in den Hintergrund, das Sprechen über Wege und Zusammenhänge, mögliche Ergebnisse und Irrwege tritt in den Vordergrund.

Auch der Unterricht wird sich verändern: die Grundkompetenzen werden nach wie vor klassisch unterrichtet und gelehrt. Die Vernetzung, das Aufbauende jedoch, wird zunehmend von den Schüler/innen selbst entwickelt. Denn nur sie können diese Zusammenhänge herstellen. In Gesprächen mit den Lehrenden und allen anderen Beteiligten lernen sie die kommunikativen Aspekte in den Vordergrund zu rücken.

Die Mathematik wird also auch sozialer. Das ist ein guter Aspekt der kommenden Änderungen. Nicht mehr das fertige Beispiel ist das Ziel, sondern die Herausforderungen der Wege, die dort hin führen.

Damit stellen sich auch Herausforderungen für die Räume, in denen gelernt wird. Unsere Schule ist eine “kaiserliche Schule” aus alter Zeit. Sie funktioniert leider am besten, wenn vorne jemand steht, der laut spricht und Wissen ausruft. Die neuen Aspekte der Mathematik wollen aber gerade durch viele Menschen besprochen werden. Akustisch explodieren unsere Klassen aber noch, wenn mehr als drei Leute gleichzeitig reden. Schallmanagement heißt die Lösung: akustische Maßnahmen, die eine Klasse zu einem Wohnraum machen. Lichtmanagement heißt die Lösung: lichttechnische Maßnahmen, die von einer flächigen Beleuchtung hin zu Lerninseln führen. Soziales Management heißt die Lösung: wie können Studierende bei uns eine Mischung von Zuhören, reden, aufnehmen und präsentieren lernen, üben und perfektionieren – damit das Wissen und Können nützlich wird, andererseits auch durch gute Noten auf den Zeugnissen auch unmittelbar belohnt wird.

Sozialer wird es auch für die beteiligten Lehrer/innen. Durch die verlässliche Koordinierung der Grundkompetenzen ergibt sich die Zusammenarbeit automatisch. Freundlich formuliert. Etwas strenger formuliert: sie müssen zusammenarbeiten, und das ist gut so. Es gibt keine Einzelkämpfer/innen mehr.

Mathematik ist nach wie vor ein Selektionsfach. Leider. Das können wir nicht verleugnen. Matura gibt es nur mit Mathematik, Matura bedeutet: Zugangsmöglichkeiten zu höherer Bildung. Mit den neuen Maßnahmen der Kompetenzorientierung wollen wir das Fach jedoch vom blanken Selektionsaspekt abrücken, um Platz zu schaffen für das worum es geht: die Erweiterung des Könnens auf eine ganz spezielle, sachliche und analytische, sehr wohl eben auch kreative und kommunikative Ebene.

Mathematik ist eine wunderschöne Kunst, mit Zahlen und Symbolen, mit Strukturen und Objekten umzugehen und die Realität und das Virtuelle zu gestalten.

ZIB Protest, Weltuntergang und die Pflichten des Nachfragens

G Einen Film, der die Stimmen vieler beteiligte Redaktionsmitglieder zu einer einzigen Botschaft zusammensetzt, im Stil des großartigen Lip Dubs von Grand Rapid. Nicht ganz so optimistisch zwar, in jedem Fall aber: die Stimmung kommt rüber. Diese ORF Leute sind sauer.

Interessant dabei ist weniger der Anlass, die politisch motivierte Postenbesetzung für den Büroleiter des Generalintendanten durch den Generalintendanten, sondern die bis zu diesem Moment abwesende Öffentlichkeit an dieser Geschichte. Wieder einmal sind wir draufgekommen, dass wir uns viele Jahre vorher schon dafür interessieren hätten müssen.

Eine Parallele zum Weltuntergangsszenario 2008 drängt sich auf, das auftauchte, als der aufgerüstete Elementarteilchen-Beschleuniger am CERN mit ein paar Teraelektronenvolt mehr Energie wieder in Betrieb ging. Angeblich, so befürchtete plötzlich eine immer größer werdende Öffentlichkeit, könnten dort bei den Experimenten Schwarze Löcher entstehen, die erst Genf, dann die Schweiz, und dann die ganze Welt verschlingen.

Wir wurden bitter daran erinnert, dass wir jahrelang den Wissenschaftern dort keine Fragen mehr gestellt haben, was genau sie eigentlich machen. Wir haben das Geld überwiesen und einfach nicht mehr nachgefragt. Und dann musste man glauben, was sie sagten.

Jetzt beim Protest der ORF Redakteure ist es ähnlich. Wir haben jahrelang den Staatsfunk gefördert und betrieben, durch Gebühren, mangelndes Nachfragen und durch Uninteresse an den Mechanismen von Medien und Berichterstattung.

Ein Medienjournal, wie es etwa der Deutschlandfunk als wichtiges Werkzeug des öffentlichen Nachfragens betreibt (Markt und Medien), fehlt bei uns in Österreich. Und jetzt sind wir überrascht, dass das Ungetüm seine weitreichenden Schatten ins Land wirft. Oder besser, wenn wir daran erinnert werden, dass es diese Schatten schon seit langem gibt.

Ein Dank den ORF ZIB-Redakteuren, dass sie uns an die Pflicht des Nachfragens erinnern. 270.000 mal wurde das Protest-Video innerhalb 24 Stunden angesehen. Eine gute Medienberichterstattung wäre eine konstruktive Fortsetzung ihrer vielfältigen Stimme.

*** Lothar Bodingbauer ist freier Mitarbeiter beim Hintergrundsender Österreich 1

8 mal Post

Magazine, Briefe, Kataloge… Vor dem Internet bin ich einmal pro Tag mit Freude zum Briefkasten gegangen, um nachzuschauen, was da gekommen ist. Heute kann ich das 8 mal tun.

  1. Briefkasten unten im Gang
  2. E-Mail Inbox
  3. Twitter
  4. Facebook
  5. Kommentare am Blog
  6. RSS Feeds im Reader
  7. Zite
  8. Flipboard

8 mal Post. Und nach wie vor schaue ich gerne nach.

Naschmarkt Marktamt

Naschmarkt Marktamt

Solche Gebäude sind sehr hübsch. Zusammen mit fetten Schneewolken im Hintergrund und etwas Sonne ergibt sich eine gute Stimmung für einen schönen Sonntagnachmittag.