Røde Lavalier Outdoor Feldtest

Außenaufnahmen in den Donauauen bei Wien.

Außenaufnahmen in den Donauauen bei Wien

Ansteckmikrofone mit Funkübertragung sind für Beitragsgestalter/innen eine Nummer zu groß, obwohl sie für Außenaufnahmen praktisch wären. Billige Lösungen waren nie professionell genug, die Aufnahmen durch hohes Rauschen und schlechte Aufnahmegerät (Kloklang) waren bisher nicht brauchbar.

So ein Ansteckmikro wäre aber fein. Man ist ja an den Worten des Interviewpartners interessiert, und während er in der Wildnis herum geht, wäre so ein Mikro immer dabei. Die eigenen Zwischenfragen kommen ja eh nicht rein in den Beitrag.

Beim #ppw14a in Berlin aufgeschnappt:

Jetzt gibt es also so eine verwendbare Lösung von Røde: ein Lavaliermikrofon, das sich an der Grenze zu professionellen und radiotauglichen Aufnahmen bewegt. Ob dies- oder jenseits der Grenze, das habe ich versucht, herauszufinden. Bei einem Spaziergang mit der Au. Einmal ohne Nachbearbeitung, und danach mit Audiobearbeitung durch Auphonic. Man kann in den Kapitelmarken springen.ap008

Praktisch: Das Mikro steckt am iPhone, das man dem Interviewpartner in die Tasche gibt. Man kann mit jeder Aufnahme-App vom iPhone aufnehmen. Die von Røde ist gut, kostet ein bisschen, und überträgt die Resultate auf ftp-Server oder Dropbox.

Fazit: Ich glaube, dass man die Aufnahmen für OT’s im Qualitätsradio verwenden kann, als Ergänzung, wenn es die Siuation erfordert. Das werde ich demnächst auch in einem Beitrag ausprobieren. Ich würde aber keine ganze Sendung damit machen.

Link zu Amazon: Rode smartLav Ansteck
Link zu Røde: Auswahltool für verschiedene Mikrofone

 

 

 

00:00:00 Erwachsener beim Au-Spaziergang
00:05:20 Kind beim Au-Spaziergang
00:08:55 Begegnung mehrerer Menschen
00:09:39 Ankündigung “jetzt mit Auphonic”
00:10:05 Erwachsener mit Auphponic Rauschunterdrückung und Levelling
00:15:30 Kind mit Auphponic Rauschunterdrückung und Levelling
00:19:42 Verabschiedung mit Vogel – ohne Auphonic

Der Bart, Conchita Wurst

Der Anthropologe Bernard Wallner erzählt über den Bart. Woher er kommt, wie er wirkt, und das was mit Conchita Wurst zu tun haben könnte. Ein Ausschnitt daraus gibt es am 14. Mai 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 – Moment Leben Heute – zu hören.

 

Potemkins Kompetenzen

Potemkins Kompetenzen

Fragen, wissen, können. Diese Begriffe sind einfach und verständlich.

Bei “Kompetenzen” wird es schon schwieriger. Worte sind Ausdruck von dahinterliegenden Konzepten und Menschenbildern.Die verwendete Sprache kann Bildung fördern, aber auch Kontrollen verstärken, Willkür erhöhen und Potemkinsche Dörfer errichten und pflegen.

Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und Vermittlungsexperte. Er spricht über die Sprache in Verbindung mit Bildung, Ausbildung, Leben und Lernen.

Link zum Gespräch im neuen “Lob und Tadel”.

Imkerei im Mai

Jö, das reimt sich mal. Hier ist meine Youtube-Playliste, die die Lern-Videos von beetv84 schön in eine Reihe bringt. Die Weiterbildungskurse an der Fachschule in Warth laufen auf Hochtouren, Imkermeister Schittenhelm ist ein wahrer Vermittlungsmeister auch; Bienenbeuten sind bestellt, Farbe “tundra” auch. Jetzt brauchen wir noch den Schlüssel für den Aufstellungsplatz, dann drei Völker, die dürfen erst kommen, nachdem die Farbe gut getrocknet ist. Und dann geht’s los.

Neue gelernte Worte

Im Imkerkurs an der Imkerschule Warth / Mistelbuch haben wir bei Imkermeister Schittenhelm viele neuen Begriffe der Imkerei kennengelernt. Kleine Bienen, lange Worte.

Anflugfest, blütenstet, Bestäubungsleistung, Magazinbeute, Brutnestausdehnung, Neueinsteigerförderung, Stockmeissel, Zwischenableger, Nachschaffungszellen, weiselrichtig, Kellerhaft, Pollenbretter, Bienenbrot, Honigfächer, Honigsensorik, Dickwaben, Siegenthaler, Apis mellifera, Wabenumtrieb.

Hamburger Hafen

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Link zum Album

Mein Donnerstag

Es gibt Tage, an denen sich drei Mittagsschläfchen ausgehen. An manchen zwei, meistens eins. Aber am Donnerstag war ein vielfältiges Programm ohne Pause. Typisch für eine schöne Mischung, wie sie mir gefällt, insgesamt aber zu lange.

  1. Schwimmen gehen mit den Volksschulkindern
  2. Interview in Laxenburg (Filmarchiv) – “Wie kommen die Kratzer aus den alten Filmen?
  3. Besprechung zum Thema “Ein ‘Haus der Verantwortung’ in Braunau?”
  4. Eine Schularbeit für das Abendgymnasium vorbereiten und durchführen
  5. Rhetorik Workshop: Gandhi – gewaltfreier Widerstand, Analyse: Kommunikation und Verantwortung
Matura und das Ende vom Anfang der Zusammenarbeit

Matura und das Ende vom Anfang der Zusammenarbeit

Die kommende Maturaform in Österreich ist wichtig, weil dadurch Lehrer notwendigerweise zusammenarbeiten. Auch Schüler arbeiten in ihrem Lernen im Rahmen ihrer Vorbereitung zusammen. Während der Prüfung aber werden alle Netze gekappt, und das hat Konsequenzen auch auf die Zeit davor. Ein Rückschritt ist abzusehen.

Die neue Mathematikmatura erfordert auch den Einsatz von Technologie. Früher waren das “Taschenrechner”, heute muss dieser Rechner auch Gleichungen lösen können und grafische Darstellungen ermöglichen. Das Interessante ist, dass die iPhones / Smartphones / iPads / Tablets der Leute das alles können – mit Apps, Browser oder Programmen. Nur: diese Geräte wird man nicht bei der Matura einsetzen können, da sie Netzwerkverbindung haben.

Jetzt wetzen die Hersteller der programmierbaren Taschenrechner schon in den Startlöchern – 80 Euro wenn es gut geht, müssen die Eltern zahlen, damit man die Matura bestehen wirklich auch das letzte Detail einiger weniger Beispiele rechnen kann, sollte die Schule nicht irgendeine andere Lösung finden. Die Schüler dürfen mit der “gewohnten Technologie” arbeiten – aber die ist eben heute grundsätzlich vernetzt.

Das Hauptproblem ist also, dass man den Schülern in den Jahren vor der Prüfung lernt, vernetzt zu arbeiten, mit allen Mitteln, zum Beispiel: Geogebra, Wolfram Alpha, und dann schraubt man von diesem wunderbaren Fahrzeug bei der Matura die Räder ab, – schaltet das Netz aus – nur weil die Prüfungsform diese Arbeitsweise nicht zulässt.

Daher verzichten Schulen (update: möglicherweise) schon im Unterricht vorher darauf und lassen irgendwelche Rechner kaufen, die außerhalb des Matheunterrichts und der Prüfung so gar keinen Nutzen haben. Das ist wäre jammerschade.

Aber es gibt Alternativen. Geogebra Prüfungssticks zum Beispiel. Steckt man in den Laptop, dann ist das Netz weg, aber die gewohnte Anwendung noch da. Zwei Räder sind also noch am Fahrzeug – oder, ein anderes Bild, man fährt auf der Felge. Und selbst bei dieser Lösung müssen sich Schulen gut informieren, vielleicht sind nicht für alle Schüler Laptops vorhanden, und es könnte sein, dass Schulen überschnell aus Bequemlichkeit die programmierbaren Taschenrechner kaufen lassen.

Bring your own device“. Jeder soll mit seinem Gerät arbeiten können, so wie es heute üblicherweise gemacht wird. Das wird derzeit vom Bildungssystem nicht reflektiert. Es wird sich die Maturaprüfung selbst ändern müssen – sie ist nicht mehr zeitgemäß, und an dieser Fragestellung sieht man das ganz deutlich.

Update 14.03.2014: An der Lösung dieses Problems – der Interpretation der Gesetzeslage, die “gewohnte Technologie” gestattet, wird gearbeitet. Bis dahin werden wohl auch die Schulen ihre Interpretationen formulieren.

Link: BIFIE – Standardisierte schriftliche Reifeprüfung Mathematik

Vom Zahnarzt und dem Werkdrachen

Ich liebe meinen Zahnarzt. Er ist immer wieder für Überraschungen gut. Vor kurzem hat er mich zur Abwechslung mit Lachgas betäubt. Es ging um eine Füllung, die getauscht werden sollte, eigentlich eine harmlose Sache, und da war dieser neue Apparat im Behandlungszimmer. Sieht aus wie eine Eismaschine für das Eis in der Tüte zum Herunterlassen. Nichts Ungewöhnliches, etwas Neues bei meinem Zahnarzt zu finden, Neues interessiert ihn furchtbar, aber meist sind es kleine Dinge: eine sich drehende Spritze die die Zahnwurzel anbohrt für die gezielte Betäubung der schmerzleitenden Nerven, eine Minikamera, die ein Computerbild erstellt, in dem eine beginnende Karies markiert wird; selbst über seine Weltsicht hat er immer wieder neue und überraschende Erkenntnisse bereit.

Aber vorige Woche war es dieser Apparat. Lachgas. In Amerika schon gang und gäbe, da lässt sich schon jeder betäuben damit, völlig ungefährlich, es verkürzt die Zeitwahrnehmung und nimmt die Angst. Ob ich es probieren will, hat er gefragt, er möchte Erfahrungen sammeln im praktischen Einsatz. Na klar, warum nicht. Schnorchel aufsetzen, erst Sauerstoff, dann Lachgas. Nahm die Angst bis auf eine kleine Panik, die aufzog, als der Behandlungsstuhl nach hinten gelegt wurde. Die war aber schnell weg, die Füllung wurde gewechselt, und dort, wo man sonst den Zahn spürt, an dem herumgerüttelt wird, war während der Behandlung so ein großes Nichts, einfach nichts da. Die Zeitwahrnehmung war auch wirklich verkürzt, und als das Lachgas den Körper verließ, war alles so wie vorher und der Trip war vorbei.

Mein Zahnarzt ist immer für Überraschungen gut, das mit der Panik, die aufzog, als ich nach hinten gelegt wurde, das hatte er auch, sagte er, als er es ausprobiert hat, und die Assistentin, sagte, bei ihr war das auch – und wir lachten über unsere Panik, die wir hatten, beim Einsatz von Lachgas beim ersten Mal, die wir einander erst nachher erzählt haben. Wenn ich mich erst daran gewöhnt habe, ist das weg, dann kostet so ein Lachgaseinsatz allerdings auch 90 Euro.

Für Menschen, die echte und tiefe Angst vor Zahnbehandlungen haben, ist das sicher das Geld wert, aber ehrlich, ich habe es lieber, wenn mir mein Zahnarzt eine vernünftige Betäubung mit seiner drehenden Bohrspritze verpasst, und mir dann, während sie wirkt, von seinen Pferden erzählt, vom neuen Fahrrad, von seiner Sicht der Welt. Das habe ich gerne, das nimmt mir die Angst, weil er da ist, weil ich da bin, und nicht weg, per Lachgas in der Wahrnehmung tiefer gelegt. Angst kann ich durch Kontakt viel besser überwinden, und so ein Kontakt, der kostet nichts.

Angst hat auch mein Sohn oft am Freitag, da gibt es Werkunterricht in der Schule, und der “Werkdrache” macht Stress, der Werklehrer, weil immer soll alles schon fertig sein, genauer, sauberer, und überhaupt. Lachgas ist jetzt keine Option für meinen Sohn, er hat eine andere Methode, er hat mich eingebucht als Papa-der-in-die Schule-kommt-und-einen-Workshop-leitet. Ich soll an einem Vormittag den Kindern Origami beibringen. – Eine schöne Idee. Allein, Origami konnte ich bis dahin so gut wie Ikebana, die Kunst des Blumenbindens – nämlich gar nicht. Das heißt: einlesen, üben, und ab zu einer Besprechung mit dem Werkdrachen, mit dem ich diesen Workshop halten sollte. Freitag Früh beim Frühstück aber die fatale Frage von meinem Sohn: “Was ist, wenn der Werkdrache dich fragt, was du schon falten kannst?”

Wir gingen also beide mit mulmigem Gefühl zur Schule. Und tatsächlich, der Werklehrer fragte mich, was ich schon falten kann. „Kraniche”, war meine Antwort, denn ich war vorbereitet, ich hatte geübt am Wochenende zuvor. 10 Stück. Er lachte, freute sich über diesen Papa-Beitrag, und bekam damit auch gleich ein freundliches Gesicht.

Wer 1000 Kraniche in seinem Leben gefaltet hat, darf sich etwas wünschen, sagt eine japanische Legende. Ich wünsche mir, dass die Angst klein bleibt, beim Zahnarzt und in der Schule, und dass es immer Menschen gibt, mit denen man sie teilen kann.

Ö1 Moment Leben Heute, Randnotizen, 10. März 2014, Lothar Bodingbauer

Podcast Entwicklung

Lob und Tadel und die Physikalische Soiree laufen in die richtige Richtung, Atmos der Welt ist komisch, weil Geräusche nur mit Emotionen interessant sind, und die fehlen dort. Apostrophe ist gut, wenn es mal längere Gespräche für Radiobeiträge gibt, die zu schade sind, im Archiv zu verstecken.

Vom Reden her – die Gespräche, gibt es gerade noch drei problematische Punkte:

  1. Einige konkrete Fragen klingen immer noch vom Tonfall her naiv – das ist irgendwas psychologisch-therapeutisches, was man sich anschauen müsste.
  2. Lachen nach eigenen Witzen geht – nach wie vor – gar nicht. Das ist was theatralisches, sollte kein Problem sein.
  3. Wortendungen sind wichtig. Hochdeutsch idealerweise auch. Das ist was grundsätzliches – wie spricht man mit Menschen, mit denen man sich privat und sonst im Dialekt unterhält.

Vier gute Punkte:

  1. Speed ist OK. Rote Linie wird immer besser, Anerkennung auch.
  2. Anzahl an eigenes “Ahhs” ist gering, immer wieder gute eigene Erzählstrecken, die neue Inhalte sind, und nicht nur alte Probleme dem aktuellen Gesprächspartner hingeworfen. Mund halten nach einer Frage, und nicht weiterfaseln, geht auch oft sehr gut.
  3. Inhalt ist OK, dichte und entspannte Phasen sind Teil des Konzepts.
  4. Auswahl der Gesprächspartner passt gut.

Zaun

zaun

Letztes Jahr sind viele Meter Zaun im Wiener Benyapark dazugekommen. Wer weiß, wofür sie gut sind. Es ist nicht einmal klar, ob jemand draußen, oder drinnen gehalten werden soll.

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