Mangelnde Lesekompetenz ist ein Hauptthema gegenwärtiger Schulfragen. Hier einige Beobachtungen, Schlüsse und Vorschläge zur Verbesserung der Problematik.

Obiges Bild zeigt zwei Selbsteinschätzungen von SchülerInnen zum Lesen. Bei der ersten ist die Lust am Lesen und die intrinsische Motivation klar erkennbar, bei der zweiten scheint das “Viellesen” eine erstrebenswerte Leistung zu sein, die zwar gefordert, aber noch nicht erreicht wird.
Vier gute Gründe, zu lesen:
- Weil es ein Bedürfnis ist: Weil man etwas erfahren will. Textaufgaben im Mathematikunterricht erhöhen die Schwierigkeit und stellen daher vorderhand noch kein Bedürfnis dar.
- Weil es Vorbilder gibt: Wir lernen durch Nachahmen immer noch mehr als durch Anschaffen.
- Weil man damit berühmt oder reich werden kann: Wettbewerbe scheinen hier sicherlich einen gewissen Zweck zu erfüllen.
- Weil die erlesenen Welten sichere Orte sein können: Phantasiewelten laden heute durchaus anderswo ein, wo es früher “nur” geschriebene Heftchen und spannende Bücher gab.
Es gibt nun einige gute Gründe, warum schlecht gelesen wird. Viele der Gründe sind ablauftechnischer Natur, hier könnte man mit professioneller Unterrichts- und Lernumweltgestaltung viel erreichen. Viele der Gründe sind aber gehirntechnischer Natur, sie liegen in der Weise verborgen, wie das Gehirn den Sprung von der gehörten zur gelesenen Sprache macht. Wissen darüber hilft in besonderem Maße.
Hübsche Liste mit amerikanischen Kellner-Beobachtungen. Gut für die Erweiterung des amerikanischen Gegenwart-Vokabulars: 30 Secrets Your Waiter Will Never Tell You
Die Deutsch-Nordamerikanische Gesellschaft in Berlin veranstaltet regelmäßig Exkursionen nach Berlin für LehrerInnen der verschiedenen Unterrichtsfächer. Immer werden bei den meist dreitägigen Exkursionen Orte und Einrichtungen besucht, die dem Fach nahe stehen. Für SportlehrerInnen zum Beispiel das Olympiastadium; Gespräche mit ehemaligen Leistungssportlern stehen am Programm, Gespräche mit Vertretern des Innenministerium über Sportförderung, mit Sportjournalisten und Sportpsychologen; und immer wird auch der Bundestag besucht. Studienfahrten werden auch nach Amerika angeboten. Nähere Informationen gibt es auf www.denag.de
- Das ist völlig ausgeschlossen.
- Das kann gar nicht stimmen.
- Da müssen Sie sich täuschen.
- Das gibt es bei uns nicht.
- Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
- Das habe ich noch nie gehört.
- Das ist noch nie vorgekommen.
- Sie sind der / die Erste.
- Sie sind der / die Einzige.
- Da müssen Sie / Ihr Kind selber irgend etwas falsch gemacht haben.
- Sie sind / Ihr Kind ist da sicher besonders empfindlich.
- Vergessen Sie bitte nicht, dass wir eine gute Schule sind.
- Dafür haben wir zu viel Erfahrung im Umgang mit Kindern.
- Von den anderen Eltern der Klasse haben wir diese Beschwerde noch nie gehört.
Quelle: http://www.learn-line.nrw.de
You must be really smart // You must have worked really hard
Dweck sent four female research assistants into New York fifth-grade classrooms. The researchers would take a single child out of the classroom for a nonverbal IQ test consisting of a series of puzzles-puzzles easy enough that all the children would do fairly well. Once the child finished the test, the researchers told each student his score, then gave him a single line of praise. Randomly divided into groups, some were praised for their intelligence. They were told, “You must be smart at this.” Other students were praised for their effort: “You must have worked really hard.”
Why just a single line of praise? “We wanted to see how sensitive children were,” Dweck explained. “We had a hunch that one line might be enough to see an effect.”
Then the students were given a choice of test for the second round. One choice was a test that would be more difficult than the first, but the researchers told the kids that they’d learn a lot from attempting the puzzles. The other choice, Dweck’s team explained, was an easy test, just like the first. Of those praised for their effort, 90 percent chose the harder set of puzzles. Of those praised for their intelligence, a majority chose the easy test. The “smart” kids took the cop-out.



