Warum legen so viele Menschen beim Schreiben mit der Hand den Kopf schief?

Es ist immer wieder schön, wie viele Namen es gibt. Menschen, die sie tragen gibt es nicht immer. Ihre Spam-Mails landen in einem Ordner, der im Normalfall ungeschaut gelöscht wird. Heute aber ist der Tag der Würdigung des unbekannten Namens. Folgende Personen haben mir letzte Nacht ein e-Mail geschickt, das in diesem Datenfriedhof landete. Ruhm und Ehre ihnen allen.

Aaron J. Fischer, Alyssa K. Young, Angel Belcher, Astrid Becker, Aurelia Sellers, Bill Shoemaker, Billie, Bolanle Ackland, Brady Flood, Carlton McDonald, Colby Langley, Corinne Schultze, Dee Hall, Delila Fryberger, Donnell Corona, Drusilla Hannah, Eartha Ashlea, Enrika Braun, Erick Trevino, Euna Elaine, Ezra Bloom, Gale Alfaro, Garrett Frost, Habib Hahmann, Harriott Binder, Herbert Levy, Hershel Nolan, Ian Erickson, Inez Swan, Jamaal Vaughan, Jamal McKnight, Kalie Schumacher, Kathlene Luba, Kayla Oneal, Leanne Cates, Lelia Barlow, Lesley Gwyneth, Mareike Heinrich, Maribel Laquanda, Marion Owens, Marion Vickers, Marla Strong, Merle Walls, Nickolas Pace, Ollie Bolton, Socorro Cormier, Theodora Siegel, Tonia Levy, Tresa Vernon, Trey Lemings, Wendell Grimm.

PS: Meine Favoriten sind Hannah Drusilla, Wendell Grimm und Marion Vickers. Ihnen besonderer Dank.

Bei Durchsicht des Poesiealbums, das man im Alter von ca. 10 Jahren führte, greift folgende Erkenntnis an: Wenn der Volksmund zur Poesie greift, greift er zuerst mal zur Moral. Einer der beliebtesten Sprüche im Album:

Es ist leichter einen ersten Wunsch zu ersticken, als alle zu befriedigen, die ihm folgen.

Aber dann fällt ein anderer doch noch ein bisschen aus dem Rahmen:

Man needs a little madness, otherwise he can’t cut the rope to be free.

Es wird kalt und die Leute ziehen Schwarzes an. Der Katalog von Land’s End kommt ins Haus, die Farbe für Männerjacken: Sattelbraun.

Da fährt man in so einem Depressivenzug in der Früh von Wien Süd in Richtung Venedig. Die Leut’ hängen rum, saufen und verschütten Bier im Speisewagen in aller Früh, den Kellner schmeißt’s und ein Mr. Allknow erklärt den Umliegenden die Welt. Im Abteil lehnen alle in einem Eck und irgendwie könnten wir da ein wenig Heiteres vertragen. Aber bloß keinen Animator.

Ein Angestellter der türkischen Botschaft tauscht über die Lautsprecheranlage im Innenhof, wo sonst Visaanwärter stehen und streng adressiert werden, Zärtlichkeiten mit der kleinen Tochter des Hauses aus. Eine herrliche Abwechslung für angrenzendes Wohnen.

Riechsalz, ich brauch’ mein Riechsalz!

Der Nachbar über der Straße hat einen Fernseher, der auf diese Entfernung für uns ein größeres Bild macht, als unser kleiner Schirm quer überm Sofa. Der Nachbar schaut aber leider nicht immer das gewünschte Programm.

… dass Lychee-Tee nach Autoreifen schmeckt? Ich meine, es ist nicht *irgendein* Tee aus dem Hinterhof, aber trotzdem: muss es denn Autoreifen sein?

Goyang City, Korea. Grand Prix Finale im Eiskunstlauf, das Paar tanzt zur Titelmelodie von Schindlers Liste.

So was würde man mir nichts dir nichts zusammenkriegen, wenn man das Revier-, Platz- und Sichtwegverteilungsverhalten von Männern, Frauen und Kindern im Kindertheater mit freier Platzwahl analysiert.

Warum gibt es keine Schispringerinnen?

Jetzt ist auch der Playboy in finanziellen Schwierigkeiten.

Wir Wiener lieben Caféhäuser und Starbucks ist eine willkommene Alternative zu grantigen Kellnern und rauchgeschwängerter Luft. Aber: liebe Kunden der neueröffneten Starbucks Filiale in der Wiener Karlsplatzpassage: das ist ein Cafe und keine Bank. Sie können sich ruhig ordentlich knapp anstellen bei der Caféorder und müssen keine 2 Meter Diskretionszone lassen. Und ja, der Karlsplatz ist ein Drogenumschlaplatz, aber den Café darf man wirklich legal und gut hörbar ordern, dann hat’s die Bedienung nicht so schwer.

Mehr über Starbucks Kunden hier in diesem Post.

Wir alle sind in Bussen, Zügen, und von mir aus auch auf Schiffen und in Flugzeugen groß geworden. Was auch immer geschah, der Fahrer war mit dran. So hat man ein Vertrauen in Risiken, den Fahrer und das Gefährt selbst entwickelt, das bei der Mitfahrgelegenheit in Finanzvehikelkonstruktionen derzeit durchaus fehlt.

Es ist interessant, dass jener Mann in unserem Haus, der als Arzt sein Leben lang Weiß getragen hat, seit seiner Pensionierung ausschließlich in schwarzer Kleidung zu sehen ist.

Nicht, dass man es den Häftlingen nicht vergönnen würde: Helene Pigl, die Leiterin des Polizeigefängnisses des Wiener Landesgerichts war früher Rezeptionistin im Hilton der selben Stadt. Früher sah sie zu, dass die Leute hereinkommen, heute, dass sie nicht rausgehen. Dazwischen blieb alles gleich: sie blieb im Beherbergungsgeschäft.

Ihr Motto – zugegebenermaßen aus dem Zusammenhang gerissen: “In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.” Im Interview mit dem BahnReiseMagazin antwortet sie auf die Frage, ob es nicht seelisch sehr belastend sei, täglich mit vielen Schicksalen konfrontiert zu sein: “Ja, anfangs nimmt man sich das sehr zu Herzen, weil man dazu neigt, Menschen vieles zu glauben, was sie einem erzählen. Mit der Zeit lernt man, Geschichten durch den nötigen Filter zu betrachten, genau zu hinterfragen und auch seine Meinung dazu zu äußern. Damit ermöglicht man Betroffenen, ihr Leben aus einer anderen Perspektive zu reflektieren.”

Diese Redewendung darf man sich merken. Wenn man angelogen wird, sagt man “erzähl das wem anderen” und dem Lügner wird dadurch “ermöglicht, sein Leben aus einer anderen Perspektive zu reflektieren”. Auf Wienerisch geht das zusammengefasst einfacher mit: “Geh, erzähl ma ka Gschicht.”

Es ist einigermaßen schwierig, guten Unterricht in unterschiedlichen Schulen und Klassen vergleichbar zu machen. Zu viele Faktoren, die sich nicht so einfach in Zahlen gießen lassen, haben große Bedeutung. Bekanntestes Beispiel: die Persönlichkeit des Lehrerers spielt die anerkanntermaßen größte Rolle für guten Unterricht.

Ein ähnliches Problem haben Netzwerkbetreuer von EDV-Netzen, wenn sie die Sicherheit ihres Netzes gegen Angriffe von außen in Zahlen bringen sollen. Zu viele oft unbekannte Faktoren haben einen – meist unbekannt großen – Einfluss. Es ist nun interessant zu sehen, welche zusammenfassende Empfehlungen die Fachzeitschrift IX aus dem deutschen Heise-Verlag in der Ausgabe 07/2008 zum Thema Sicherheit in Netzen gibt:

Zur Überprüfung der Effektivität von Maßnahmen und Wirtschaftlichkeit von Investitionen bedarf es in aller Regel belastbarer Kennzahlen- die aber bei abstrakten, kaum messbaren Größen wie “Sicherheit” nur schwer zu erhalten sind.

Die bisherigen Ansätze zur Messbarkeit von IT-Sicherheit in verschiedenen Standards sind relativ oberflächlich und untechnisch – erfüllen aber gelegentlich dennoch ihren Zweck.

Da das Thema Kennzahlen für die IT-Sicherheit noch in den Kinderschuhen steckt, kann man hier durchaus kreativ sein und ungewöhnliche Zahlen und Größen – beispielsweise das Schwachstellenmanagement – erfolgreich zur Beurteilung und Verbesserung von Prozessen heranziehen.

Was auch immer das Schwachstellenmanagement ist. Dass IT-Experten zur Kreativität aufrufen, wenn das bestehende Regelwerk zu unkonkret ist, ist interessant. Dieser Ansatz könnte auch für Bildungsvermittlungsexperten eine Anregung sein.

Da hat es doch einmal den Slogan “Die Polizei – dein Freund und Helfer” gegeben. Ist das noch aktuell? Ich meine, gilt das noch? Oder wurde der – wie die Schulmilch – irgendwann klammheimlich eingestellt?

Oh! Hier gibt’s Infos darüber.

Viele Fenster in unserer Gasse sind geöffnet, und Nachbarn schauen Fußball. Aber irgendwie ist die ganze Gasse nicht synchron. Wir schreien 5 Sekunden früher. Immer. Jetzt habe ich herausgefunden warum: wir haben Fernsehen über das Telekabel analog. Sie schauen digital. Scharfes Bild. Aber immer hinten. Hehe! Wenn’s drauf ankommt, schreien wir als erstes in der Gasse. Tipp: Abrüsten, liebe Nachbarn, für’s Endspiel!